Protokoll vom 24.09.2014

Protokoll
6. GWÖ-Plenum Hamburg

(PDF)

Mittwoch, den 24. September
von 18 – 20:30 Uhr
im Rudolf-Steiner-Haus, Mittelweg 11 – 12, 20148 Hamburg

Moderation: Thomas Schönberger, Sprecherrat Hamburg

ca. 25 Teilnehmer

 

1. Vorstellung Sprecherrat inkl. personelle Änderung. Vorstellungsrunde Teilnehmer.
Kurze Vorstellungsrunde aller Teilnehmer. Thomas Schönberger stellt Sprecherrat vor. Da Annette Ackermann aus dem Sprecherrat ausscheidet, wird vorgeschlagen, dass Nicola Bannier von der Zimmerwerkstatt neu in den Sprecherrat berufen wird. Es gibt keine Ablehnung aus dem Plenum, so dass Nicola Bannier per Akklamation in den Sprecherrat berufen wurde.

 

2. Inhaltlicher Impuls: Prof. Bernd Fittkau
„Der GWÖ geht es ums Ganze und um die Persönlichkeitsentwicklung“
– Vom ruinösen Gewinn-Maximierungs-Wettbewerb zur globalen Kooperation –

Folienvortrag (s. separates PDF: VortragBF_PlenumSept2014_Der GWÖ gehts ums Ganze)
mit anschließender Diskussion
Was bringt mir GWÖ als Privatmensch/Lebensunternehmer?

Es geht der GWÖ ums Ganze (Politik-Wirtschaft-Zivilgesellschaft-Kultur)

Ziel/Zweck der 4 Säulen: wie kann ich ein gutes Leben in einer nachhaltigen Welt führen?

  • Bedürfnis-Befriedigung (Wirtschaft)
  • gerechte Rahmenordnung (Politik)
  • gute Beziehungen (Zivil-Gesellschaft)
  • friedliche globale Wertevermittlung(Kultur)
  • Realität: Geld – Macht – Konkurrenz/Selbstprofilierung
  • Welche Gefahren entstehen daraus?

Wichtig: der Mensch (Individuum) steht im Mittelpunkt

GWÖ will systemisch unsere Lebensverhältnisse, die Anreizlogiken ändern
„Die Spielregeln verändern…“ (Christian Felber)

→ 12 Schritte für ein Gutes Leben (und Gemeinwohl-Persönlichkeiten)
(Aufruf zu einer Ringvorlesung/ Vortragsreihe im Ledigenheim, Rehhoffstr. 1-3)
s. Veranstaltungskalender des Ledigenheims: http://www.dasros.de/index.php?seite=01.06

Hauptdiskussionspunkt:
was ist der persönliche Nutzwert für uns als Privatpersonen. (Wie) lässt sich die Matrix auch als Privatperson einsetzen?

 

3. Aufruf ‚Mitglied werden und Mitmachen bei der GWÖ‘
Sabine Siehl trägt die Möglichkeiten vor, die GWÖ zu unterstützen:

→ da wir in Hamburg keinen formalen Rahmen (Verein) haben, bitte im GWÖ-Verein Berlin Mitglied werden, da wir mit der Berliner Gruppe auch sehr eng zusammenarbeiten.

Die GWÖ braucht eine gesunde finanzielle Basis, um die Bewegung wirklich ernsthaft nach vorne und groß machen zu können. Ziel, neben Ehrenamt mehr bezahlte Kräfte zu haben, die sich um den Auf- und Ausbau der GWÖ und Aktivitäten kümmern. Derzeit gibt es zeitlich begrenzt bis Ende 2015 dank des dbu (Dt. Bundesstiftung Umwelt) Förderprojekts 1 Teilzeitstelle in Hamburg und 2 Teilzeitstellen in Berlin.
Mitgliedsformular Privatperson
Mitgliedsformular Unternehmen

Mitarbeit in den Arbeitsgruppen

 

4. Bericht aus den Arbeitsgruppen (AG’s)

AG ‚Unternehmenskoordination und -betreuung‘

  • Mittlerweile besteht die Gruppe aus 5 Beratern
  • Im August startete die erste dbu-geförderte Peer Group, die über 6 Termine/Treffen ihre Gemeinwohl-Bilanzen erstellen. Fertig im Mär/Apr 2015.
  • Als nächste Gruppe ist eine Peer Group mit Einzelunternehmern geplant. Dazu gibt es eine Infoveranstaltung am 22.10. um 18:30 Uhr im Rudolf Steiner Haus.
  • Außerdem soll im Jan 2015 eine 3. Unternehmens-Peer-Group starten.
  • Diskutiert wurde die Frage, wie man Unternehmen am besten anspricht → erst als Person ansprechen, inwiefern die Werte der GWÖ für wichtig erachtet werden. Da i.d.R. Zustimmung zu den Werten, dann die Frage, wie können diese auch im Unternehmen umgesetzt werden.  
  • Elly Klinkenberg sprach an, dass ein 2-seitiges Kurzkonzept zur GWÖ erstellt hat.
  • Katharina Nowakowski aus Bremen informierte über ihre Masterarbeit, in der sie GWÖ-Unternehmen zu dem Nutzen der Gemeinwohl-Bilanzierung befragt hat.
  • Am 24.9. trafen sich Gerd Lauermann und Bernd Fittkau mit dem DGB in Hamburg. Das Gespräch war offen, warf auch kritische Fragen zur GWÖ auf. Insb. war ist noch die Frage über den Nutzwert der GWÖ für den DGB und die DGB-Mitglieder zu  klären. Aber man freut sich auch beim DGB über eine Fortsetzung des Dialogs.

AG ‚Bildung‘
AG arbeitet in Kooperation mit dem Bildungszentrum ‚Haus am Schüberg‘. Unsere beiden Referaten Helmut Janßen-Orth und Bernd Fittkau können für Vorträge auf Veranstaltungen gerne angefordert werden. Sie haben entsprechende Referate zur GWÖ vorliegen. Am 29. November trifft sich der Arbeitskreis (AK) für Referenten in München. Interessenten an der Referentenausbildung sind auch willkommen.
Mehr Info: https://www.ecogood.org/allgemeine-infos/aktuelles/termine/treffen-ak-referentinnen


AG ‚Kirche‘

  • Elly Klinkenberg berichtete vom geplanten Planspiel am 14.-16.11.14 im Haus am Schüberg, bei dem die Situation „gespielt“ wird, dass sich eine Gemeinde auf den Weg zur Gemeinwohl-Gemeinde macht. Dazu gibt es auch eine Dokumentation auf unserer Website.
  • Es wurde vom letztjährigen Planspiel erzählt und Sonja Renke bekräftigte, dass es viel Spaß gemacht hat und sie dabei viel über die Gemeinwohl-Ökonomie gelernt hat.
  • Außerdem wurde von FÖJ-lerinnen ein GWÖ-Gesellschaftsspiel entwickelt. Wurde im Juni erstmals mit Teilnehmern gespielt und wird nun noch sukzessive weiterentwickelt und optimiert.
  • In Berlin wurde lt. des Michael Steffen auch ein Spiel entwickelt. Thomas Schönberger macht sich schlau, wie dieses Spiel aussieht.

AG ‚Social Media‘
Verbreiterung der GWÖ-Aktivitäten über XING und Facebook. Es gibt

AG ‚Netzwerke‘
AG ruht derzeit. Menschen willkommen, die diese AG aktiv weiterführen.
Trotz ruhender AG gibt es folgende Erfolge:

  • GWÖ ist Mitglied im Hamburger Zukunftsrat.
  • Im Januar 2015 wird eine Veranstaltung mit Attac-Bergedorf stattfinden.


5. Weitere Veranstaltungen bis Ende 2014
(s.a. Veranstaltungskalender auf unserer Website)

  • 20. – 22.10.: Neue GWÖ-Entwicklungen in der lokalen und globalen Wirtschaft
    (im Haus am Schüberg)
  • 27. – 31.10.: Wirtschaft verstehen. Gemeinwohl-Ökonomie oder was?
    Veranstaltung von ‚Umdenken‘ (als Bildungsurlaub möglich)
  • 28.10.: Podiumsdiskussion mit Christian Felber mit Prof. Dr. Hickel
    Gerechtigkeit in Deutschland – was muss anders werden in der Ökonomie (in der katholischen Akademie)
  • 5.11.: GWÖ-Stammtisch
    (Café Koppel, St. Georg)
  • 14.12.: GWÖ-Brunch
    im Haus am Schüberg für Rückblick und Ausblick auf unsere Aktivitäten in Hamburg
  • Es ist wieder ein GWÖ-Veranstaltung mit Politikern im Vorwege zur Bürgerschaftswahl geplant. Termin steht noch nicht fest.
  • Das ursprünglich für Oktober geplante Strukturtreffen bzw. GWÖ in Deutschland wurde abgesagt, da die geplante Teilfinanzierung des Treffens nicht erreicht wurde. Die 5-köpfige Planungsgruppe des Strukturtreffens wird weiter überlegen, wie nun weiter vorgegangen wird. Es gibt in Hamburg eine Präferenz, dass es evtl. 2 Vereine in Deutschland gibt einen für die südl. Landeshälfte und eine für die nördl. Landeshälfte, sodass der bestehende, auch mittlerweile gemeinnützige, Verein Berlin-Brandenburg entsprechend umbenannt wird und dann auch Hamburg, Bremen, Hannover etc. darin integriert wären.


6. TTIP
Timo Büdenbender brachte Antrag ein, dass die GWÖ Hamburg Stellung zu TTIP bezieht. Timo erläuterte die problematischen Punkte des geplanten TTIP-Abkommens, insb. die fehlende Transparenz und die Einsetzung von Schiedsgerichten. GWÖ ist in Österreich Unterstützer der dortigen Kampagne gegen TTIP: https://www.ttip-stoppen.at/kategorie/unterstutzerinneen/
Christian Felber hat für die Österreichische Gesellschaft für Europapolitik ein Briefing geschrieben: http://www.oegfe.at/cms/uploads/media/OEGfE_Policy_Brief-2014.08.pdf
Es wurde mehrheitlich (mit wenigen Enthaltungen) beschlossen, dass sich die GWÖ Hamburg dem Hamburger Bündnis gegen TTIP anschließen wird. Timo Büdenbender kümmert sich darum.

Außerdem wurde folgende GWÖ-Stellungnahme beschlossen:
„Die GWÖ Hamburg steht für Grundwerte wie Transparenz und Demokratie. Diese Werte finden sich in den aktuellen EU-Verhandlungen zu TTIP weder prozessual noch inhaltlich ausreichend wieder. Die GWÖ Hamburg fordert daher einen Abbruch der laufenden Verhandlungen.“

 

7. Nächstes Plenum:
25.11.2014, 18 – 20 Uhr im Rudolf Steiner Haus

Impulsvortrag wird von Bernhard Wenzel sein. Thema:
„Warum das herrschende Geldsystem ein gemeinwohlorientiertes Wirtschaften erschwert“

Ausblick übernächstes Plenum: Thema TTIP.

 

8. Feedback Runde:

sehr positives Feedback zu Vortrag, lebendigen Diskussionen  und Moderation

 

 

erstellt: Sabine Siehl 30.9.2014

 

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